Selbsthilfegruppe für Frauen, die nach einer Abtreibung in seelische Not gerieten
von Martina Biedenbach
FRANKENBERG. Abtreibung ist auch heute noch ein Tabuthema. Scham und Schuldgefühle und die Angst, auf Vorwürfe und Unverständnis zu stoßen, hindern viele Frauen daran, mit anderen über ihre Situation zu reden. Auch, oder gerade wenn sie nach dem Eingriff in seelische Not geraten. Eine Anlaufstelle im Landkreis ist nun die Selbsthilfegruppe „Nach Abtreibung“ im Treffpunkt Frankenberg. Die Initiatorin der Gruppe – wir nennen sie Petra M. – kennt das Leid. Die Frau, Mitte 30, aus Waldeck-Frankenberg, Mutter von drei Kindern, hatte sich vor einem Jahr zusammen mit ihrem Ehemann für eine Abtreibung entschieden.