Get Adobe Flash player
Startseite

Presse

Abtreibung löst auch Trauer aus

Zehn Jahre Beratung der Diakonie 

gil Osnabrück. Plötzlich ungewollt schwanger – eine Krisensituation, die Pläne durchkreuzt und widersprüchliche Gefühle hervorruft. Unter Zeitdruck müssen existenzielle Entscheidungen gefällt werden. Seit zehn Jahren begleitet die Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität des Diakonischen Werkes Betroffene bei der Klärung von Unsicherheiten und Konflikten. Sie leistet Unterstützung – nach einer abgebrochenen Schwangerschaft genauso wie nach einer Geburt.

Unvergessene Kinder

Osnabrück (eb) – Die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle des Diakonischen Werkes lädt zu einer Veranstaltung am 23. 9. (Do., 19 Uhr) ins Haus der Kirche, Turmstr. 10–12, ein, in der es um Probleme im Leben nach einem Schwangerschaftsabbruch, nach Fehl- oder Totgeburt geht.

BILD: Ich habe abgetrieben – es fühlte sich an wie Mord

BILD-Serie: Menschen, die sich schuldig fühlen

Ich habe abgetrieben – es fühlte sich an wie Mord

VON S. KÜRTHY, S. MAJORCZYK UND P. MÜLLER (FOTOS)

Umringt von madonnen-glücklichen Schwangeren wartet Jessica (28) auf den Termin, der das Leben ihres ungeborenen Kindes beenden soll. Sie wartet und hofft. Darauf, dass jemand reinstürmt und sie wegzerrt, ihrem Kind eine Chance auf seine ersten Worte, ersten Schritte gibt.

Aber niemand kommt. Nur die Sprechstundenhilfe, die Jessica aufruft.

Reden über den Schmerz

Selbsthilfegruppe für Frauen, die nach einer Abtreibung in seelische Not gerieten
von Martina Biedenbach 

FRANKENBERG. Abtreibung ist auch heute noch ein Tabuthema. Scham und Schuldgefühle und die Angst, auf Vorwürfe und Unverständnis zu stoßen, hindern viele Frauen daran, mit anderen über ihre Situation zu reden. Auch, oder gerade wenn sie nach dem Eingriff in seelische Not geraten. Eine Anlaufstelle im Landkreis ist nun die Selbsthilfegruppe „Nach Abtreibung“ im Treffpunkt Frankenberg. Die Initiatorin der Gruppe –  wir nennen sie Petra M. – kennt das Leid. Die Frau, Mitte 30, aus Waldeck-Frankenberg, Mutter von drei Kindern, hatte sich vor einem Jahr zusammen mit ihrem Ehemann für eine Abtreibung entschieden.
 

Die schweigende Mehrheit - Abtreibung ist zwar straffrei, aber immer noch ein Tabu (Neon, April 2009)

Abtreibung ist straffrei in Deutschland, aber immer noch ein gesellschaftliches Tabu. Das Schweigen geht auf Kosten der Frauen: Sie sind mit ihrer Entscheidung völlig allein. Nadja* ist neunzehn Jahre alt, als sie ungewollt schwanger wird. Dabei hatte das Jahr so gut angefangen: Nach Realschulabschluss und einem Jahr Ausbildung als Krankenpflegehelferin rückt ihr Traumberuf endlich in greifbare Nähe - sie findet einen Ausbildungsplatz als Krankenschwester in einer Bonner Klinik. Doch nach vier Monaten im neuen Job wird Nadja schwanger. „Wir haben doppelt verhütet, mit Pille und Kondom. Ich wollte nichts riskieren“, betont sie. Der Kindsvater, eine flüchtige Affäre, ist entsetzt: „Treib die Scheiße ab, oder ich mach dir das Leben zur Hölle“, droht er.

Wir haben abgetrieben

Welche Rolle spielen Männer bei einem Schwangerschaftsabbruch? Ein Betroffener spricht über seine Seelenqualen, seine Hilflosigkeit und Wut

Am Morgen jenes Tages, an dem Thomas Schramm (Name von der Redaktion geändert) um ein Leben zu kämpfen beginnt, als wäre es sein eigenes, ist er noch ein zufriedener Mensch. An diesem Montag, dem 26. Mai 2008, geht er früh ins Büro. Der Ingenieur hat vor Kurzem seine Stelle gekündigt und in München eine eigene Firma gegründet, sie stellt Produkte aus Naturholz her. Vier Angestellte, noch kein Gewinn, aber große Pläne. Es scheint ihm, als werde er mit der vielen Arbeit niemals fertig, doch er ist kein Typ, der schnell aufgibt. Schramms Familie lebt von Erspartem, seit Kurzem geht seine Frau Linda (Name geändert) wieder arbeiten. Das Paar hat drei Kinder, das jüngste ist gerade ein Jahr und drei Monate alt. Sie leben in einer kleinen Eigentumswohnung am Stadtrand – eine noch unsichere bürgerliche Existenz, aber Thomas Schramm ist glücklich, weil er ja Familie hat.

Viel Spass (Zeitschrift)

Ein zweites Kind? Das würde ich niemals schaffen ...!
TRAUERARBEIT
Jessica Sennekamp gründete eine Online-Frauen-Initiative
(www.nachabtreibung.de)

AUS DER TIEFEN KRISE
half Jessica vor allem die Liebe ihrer Tochter Kim
Fröhlich tobt Kim (5) auf dem Spielplatz, kuschelt sich dann an ihre Mama, Jessica Sennekamp (24) streichelt ihr übers Haar, Liebevoll - und nachdenklich. “Wenn ich meine Kleine sehe, muss ich oft daran denken, dass ich mein anderes Kind nicht auf die Welt bringen konnte. Das tut so weh”, sagt sie.

Und dann war Lea weg

Allein gelassen bei Spätabtreibung Der Bundestag diskutiert über das ob und wie einer Beratungspflicht bei Spätabtreibungen. Dass in unserer Gesellschaft ein behindertes Kind als Schaden angesehen wird, ist kein Thema. VON HEIDE OESTREICH

Abtreibung war die schlimmste Entscheidung meines Lebens

Jessica Sennekamp war immer gegen Abtreibungen. Bis sie selbst schwanger wurde und in einer verzweifelten Situation steckte. Schweren Herzens entschied sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch. Weil sie niemanden fand, mit dem sie hinterher reden konnte, gründete sie ein Online-Forum für betroffene Frauen.

Wir twittern!

Pressekontakt

Liebe Journalisten, sind noch Fragen offen? Möchten Sie mehr über uns erfahren? Wir freuen uns auf Ihre Anfragen! Bitte kontaktieren Sie uns unter Kontakt oder aber rufen Sie Frau Sennekamp direkt unter ihrer Mobil Nr.: (0178) 130 70 98 an.

Logo zum Download

Die Logos sind im hochauflösenden TIF-Format und als .zip herunterladbar. 
  SNA Logo | grauer Hintergrund (416 KB)
  SNA Logo | weißer Hintergrund (743 KB)
  SNA Logo | transparenter Hintergrund (651KB)