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Studien zum Post Abortion Syndrom

Langzeitstudie über psychologische Unterschiede zwischen Abtreibung und Fehlgeburt
Kurzzeitig scheint die emotionale Belastung durch Verlust und Trauer bei Fehlgeburten höher als bei Abtreibungen, auf lange Sicht hingegen fühlen Frauen die eine Abtreibung durchgemacht haben Erleichterung, Schuld und Scham und vermeiden Gedanken und Gefühle die Abtreibung betreffend. Im Zeitraum von 2 Jahren wurden 120 Frauen in Norwegen befragt. Link

Diagnose, Assessment und Behandlung von Frauen die unter dem PAS leiden

Abtreibung kann bei Frauen posttraumatische Stressreaktionen auslösen. Dessen Manifestierung verzögert sich oft und die Ursache wird meist verleugnet. Das Leugnen ist eine Hauptursache für die Störung die sich in Flashbacks der Abtreibung; Albträumen über Gefangensein oder Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber terroristischen Taten, rituellen Morden oder Menschenopfern; sexuelle Dysfunktion ohne physiologische Ursache; uncharakteristische emotionale Ausbrüche; plötzliches Auftreten von psychosomatischen Symptomen und intensive Trauerreaktionen. Link

Posttraumatische Stressreaktionen nach Abtreibung
Studie an 548 Frauen (331 Russinnen und 217 Amerikanerinnen) mit einer oder mehreren Abtreibungen aber keiner Fehlgeburt. 65% der Amerikanerinnen und 13.1% der Russinnen zeigten multiple Symptome von gesteigerter Erregung, Neuerleben und Vermeidung assoziiert mit posttraumatischer Stressstörung.

Ergebnis: posttraumatische Stressstörung treten in Verbindung mit Abtreibung auf. Abtreibung kann Stress erhöhen und Bewältigungsmöglichkeiten vermindern, besonders bei Frauen mit negativen Kindheitserfahrungen oder vorhergehenden Traumata. Link

Rituelle Trauer bei Abtreibung
7% bis 41% der Frauen leiden unter Auftreten von Symptomen in Folge einer Abtreibung. Klinische Untersuchungen zeigten, dass schwere Psychopathologien aus nicht verarbeiteter Trauer entstehen können. Link

Selbstmorde nach Abtreibungen
Finnische Studie zwischen 1987 und 1994. Die Selbstmordrate bei Frauen nach einer Geburt war deutlich unter dem finnischen Schnitt, während jene der Frauen nach einer Abtreibung deutlich über den nationalen Schnitt lag mit fast doppelt so vielen wie nach einer Fehlgeburt. Ergebnis: Das erhöhte Selbstmordrisiko nach einer Abtreibung deutet entweder auf gemeinsame Risikofaktoren für beide oder auf schädliche Auswirkungen einer Abtreibung auf die mentale Gesundheit. Link

Studien zeigen, dass fast die Hälfte der Betroffenen nach einer Abtreibung an schweren Depressionen leiden (z.B. Journal of Child Psychology and Psychiatry, 2006, 47:1, 16-24). Fast jede zweite Frau unter 25 entwickelt nach Abtreibung schwere Depressionen. Der enge Konnex zwischen Depressionen, Angstzuständen, Suizidgefährdung Suchtverhalten und einer Abtreibung war selbst für die Autoren überraschend. Aus einer Gruppe von 1265 Mädchen der neuseeländischen Stadt Christchurch, die seit ihrer Geburt im Jahre 1977 beobachtet wurden, wurden 41 Prozent der Mädchen bis zum Alter von 25 Jahren schwanger. 14,6 Prozent ließen ihr Kind abtreiben. Von jenen 90 Frauen, die eine Abtreibung vornehmen ließen, entwickelte 42 Prozent innerhalb der nächsten vier Jahre eine schwere Depression. Auch der Drogen- und Alkoholmissbrauch stieg bei dieser Gruppe von Frauen signifikant an. Diese Verhaltensweisen und Erkrankungen könnten auf keine früheren Erlebnisse zurückgeführt werden, betont Studienleiter David M. Fergusson von der Universität von Otago (Department Christchurch Health and Development Study). Die Ansicht, wonach eine Abtreibung für eine Frau kaum psychische Nebenwirkungen hätte, könne nach dieser bisher umfassendsten Untersuchung nicht mehr gehalten werden, so Fergusson. Bei einer Abtreibung handle sich um ein „traumatisches Ereignis“. Es sei „ein Skandal“, dass die psychischen Folgen eines chirurgischen Eingriffs, der bei jeder zehnten Frau durchgeführt, kaum studiert und evaluiert würden. Fergusson tritt dafür ein, dass Gesundheitssysteme angesichts der Spätfolgen von Abtreibungen bei Frauen eine Kosten-Nutzen-Rechnung anstellen.

 

Kommentare

Fergusson Studie - einseitige Zusammenfassung

"Die Ansicht, wonach eine Abtreibung für eine Frau kaum psychische Nebenwirkungen hätte, könne nach dieser bisher umfassendsten Untersuchung nicht mehr gehalten werden".
Ich weiss nicht, woher diese Aussage stammt. Jedenfalls ist sie im Originalartikel von Fergusson nicht zu finden. Das ist übrigens mit nichten die "umfassendste" Studie - bloss 74 (nicht 90!) junge Frauen nach einer Abtreibung wurden erfasst. Gegenüber 2'000 in der Studie von Gilchrist (Gilchrist AC. et al. "Termination of Pregnancy and Psychiatric Morbidity" Brit.J.Psych. 167:243-48, 1995). Fergusson schreibt in der Diskussion seiner Resultate, dass es einen möglichen ursächlichen Zusammenhang zwischen Abtreibung und psychischen Folgen geben KÖNNTE (suggesting a possible causal linkage). Er schreibt selbst, dass die Resultate durch verschiedene - nicht berücksichtigte - Faktoren VERFÄLSCHT sein könnten. Ferner schreibt er, gemäss seinen Resultaten SCHEINE es ein MÄSSIG erhöhtes Risiko für psychische Probleme nach Abtreibung zu geben (appeared to be a MODERATELY increased risk). Frauen, die geboren hatten und solche, die nie schwanger gewesen waren, hatten nämlich auch psychische Probleme. Letztlich beweist diese Studie - wie alle andern hier aufgeführten - gar nichts.

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