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Schwangerschaftsabbruch

Medikamentöse Aborte ohne Risiko für Folgeschwangerschaften

News: Schwangerschaftsabbruch

 Bethesda – Schwangerschaftsabbrüche werden zunehmend mit Hilfe von Medikamenten durchgeführt. Entgegen häufig geäußerten Vermutungen ist dies nicht mit einem erhöhten Risiko für nachfolgende Schwangerschaften verbunden, wie eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie im New England Journal of Medicine (NEJM 2007; 357: 648-653) zeigt.

Im ersten Trimenon kann eine Schwangerschaft durch die Gabe von Misoprostol oder die Kombination von Misoprostol nach Methotrexat oder (dies ist die häufigste Variante) von Misoprostol nach Mifepriston durchgeführt werden. Obwohl diese Methoden effektiv sind, setzen sie sich nur langsam durch. Was auch daran liegen dürfte, dass für eine medikamentöse Therapie (im Gegensatz zu einer chirurgischen Operation) eine Zulassung durch die Arzneibehörde notwendig werden kann, wenn dabei ein neuartiges Medikament wie Mifepriston eingesetzt wird.

Legale Abtreibung verweigert

News: Schwangerschaftsabbruch

Der Fall Alicja Tysiąc
Nur eine Notoperation nach der Geburt konnte ihr Augenlicht retten: Alicja Tysiac

Im Jahr 2000 wurde der Polin Alicja Tysiąc eine legale Abtreibung verweigert, obwohl das Risiko bekannt war, dass die zweifache Mutter nach einer weiteren Geburt ihr Augenlicht verlieren könnte. Geld für einen illegalen Abbruch hatte sie nicht. Nach der Geburt ihrer heute sechs Jahre alten Tochter konnte nur eine Notoperation die sofortige Erblindung der Mutter verhindern. Alicja Tysiąc ist heute schwer behindert und bezieht eine kleine Invalidenrente.

Zehntausende Spanier demonstrieren gegen Abtreibung

News: Schwangerschaftsabbruch

Madrid – Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Madrid gegen die geplante Lockerung des Abtreibungsgesetzes demonstriert. Nach unabhängigen Schätzungen marschierten knapp 100.000 Menschen hinter einem Spruchband mit dem Motto: „Es gibt kein Recht zu töten, nur ein Recht auf Leben“. Die Organisatoren sprachen von einer halben Million Teilnehmer.

Zu dem Protestmarsch gegen das Gesetzesprojekt der sozialistischen Regierung aufgerufen hatten katholische Initiativen wie „Ärzte für das Leben“ und „Provida Madrid“, unterstützt wurde er von katholischen Kirche in Spanien. Diese wirft der Regierung in einer umstrittenen Kampagne vor, seltene Tiere wie den Iberischen Luchs besser zu schützen als das ungeborene Leben.

Die Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero will noch im Frühjahr den neuen Gesetzentwurf für eine Liberalisierung der Abtreibungsregelungen vorstellen. Das seit 1985 geltende Gesetz erlaubt Schwangerschaftsabbrüche nur nach Vergewaltigungen, bei einer Behinderung des Kindes sowie bei einer Gefahr für die „körperliche oder geistige Gesundheit“ der Mutter.

Zapatero will die Fristenlösung einführen, wie sie in den meisten europäischen Ländern bereits praktiziert wird. Die konservative Opposition lehnt eine Liberalisierung der Regelungen ebenfalls ab, rief ihre Anhänger aber offiziell nicht zu einer Teilnahme an der Kundgebung auf. © afp/aerzteblatt.de

Schrecklich, schrecklich! *NEWS*

News: Schwangerschaftsabbruch

Schon wieder eine unmögliche Äußerung dieses Papstes. Es kann nicht mehr lange dauern, bis ihm das Attribut „umstritten“ angehängt wird. Von Dr. Alfons Adam.

 
Eine Afrikaner küßt Benedikt XVI. die Hand.

Weniger Schwangerschaftsabbrüche in NRW

News: Schwangerschaftsabbruch

Deutlicher Rückgang von Abtreibungen bei Minderjährigen

In Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr weniger Frauen abgetrieben als im Vorjahr. Für das Jahr 2008 meldeten Arztpraxen und Krankenhäuser 24.120 Schwangerschaftsabbrüche, wie das statistische Landesamt am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Dies sind 1,6 Prozent weniger als 2007 (24.500 Abbrüche). Deutlich niedriger war den Angaben nach die Zahl der Abbrüche von Frauen unter 18 Jahren.

Im vergangenen Jahr seien 1.153 Abtreibungen bei Minderjährigen gemeldet worden, dies seien 14,4 Prozent weniger gewesen als 2007 (1.347), hieß es. Praxen und Krankenhäuser sind nach dem Schwangerschaftskonfiktgesetz gesetzlich verpflichtet, Abtreibungen zu melden.

Das Recht auf Abtreibung ist in höchster Gefahr!

News: Schwangerschaftsabbruch

 Die Strafrechtlerin Monika Frommel warnt entschieden vor der geplanten Einschränkung der 218-Reform – betrieben unter dem Vorwand, Spätabtreibungen verhindern zu wollen.

Für Anfang Mai sind im Bundestag die zweite und dritte – und damit letzte – Lesung von gleich fünf Anträgen zur Reform des § 218 geplant. Drei Anträge plädieren für eine weitere Einschränkung der schon jetzt repressiven Reform; zwei dagegen, sie kommen von Christel Humme (SPD) und von Kirsten Tackmann (Linke). Die drei Anträge für eine Einschränkung des Rechts auf Abtreibung sind von Kerstin Griese (SPD), Ina Lenke (FDP) und Johannes Singhammer (CSU). Der Singhammer-Entwurf ist der repressivste. Er wird von fast allen CDU/CSU-Abgeordneten unterstützt, aber auch von einigen SPD-Abgeordneten, darunter die Ex-Frauenministerin Renate Schmidt, und argumentiert mit dem irreführenden Argument der "Vermeidung von Spätabbrüchen". Dieser Entwurf schreibt eine verschärfte Zwangsberatung für die Frauen vor und setzt die Ärzte unter Druck. Denn er bürdet ihnen nicht nur umfangreiche Dokumentationspflichten auf, sondern sieht darüber hinaus die skandalöse Pflicht vor, diese Information den Behörden auf deren Verlangen vorzulegen. 

Neuregelung zu Spätabtreibung

News: Pränataldiagnostik, Schwangerschaftsabbruch

Gemeinsamer Gesetzentwurf von Union, SPD und FDP - Drei Tage Bedenkfrist zwischen Beratungsgespräch und Abbruch

Abgeordnete aus Union, SPD und FDP haben sich auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf
zur Spätabtreibung nach der 13. Schwangerschaftswoche geeinigt. (FOTO: DPA)

Berlin/dpa. Im Streit um die Neuregelung der Spätabtreibung hat sich ein Teil der Abgeordneten aus Union, SPD und FDP auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf geeinigt. Danach sollen Ärzte verpflichtet werden, Frauen vor einem Schwangerschaftsabbruch nach der 13. Woche auf die Möglichkeiten der psychosozialen Beratung hinzuweisen, teilte der familienpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Johannes Singhammer (CSU), am Montag mit. Andernfalls drohe dem Arzt ein Bußgeld von 10 000 Euro. Zugleich sieht der Gesetzentwurf eine dreitägige Bedenkfrist zwischen Beratungsgespräch und Abbruch vor.

Deutscher Ärztinnenbund lehnt Gesetzesänderungen zum Schwangerschaftsabbruch nach medizinischer Indikation ab

News: Schwangerschaftsabbruch, Spätabtreibung, Politik, Recht & Gesetz

(openPR) - Anlässlich der heutigen Anhörung im Ausschuss für Familie, Senioren,Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages zum Thema "Konfliktsituationen während der Schwangerschaft" und zu den drei vorliegenden Gesetzentwürfen erklärt die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes Dr. Astrid Bühren:

"Als verantwortungsbewusst handelnde Ärztinnen lehnen wir die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen ab. Dass Frauen sich durch Zwangsberatungen, Einhalten von Bedenkzeiten und stärkere Dokumentation eher zum Austragen eines schwer behinderten Kindes entscheiden können, ist für uns als Ärztinnen nur schwer vorstellbar. Späte Schwangerschaftsabbrüche bedeuten eine quälende Gewissensentscheidung für die Frau, die auch Ärztinnen und Ärzte in große Not bringen kann. Frauen, die aufgrund einer möglichen Behinderung des Kindes eine Abtreibung erwägen, können auch ohne die angestrebten Gesetzesänderungen umfassend informiert werden".

Zahl der Abtreibungen in Deutschland 2008 erneut gesunken

News: Schwangerschaftsabbruch

Wiesbaden – Die Zahl der Abtreibungen ist in Deutschland im vergangenen Jahr erneut gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, wurden im Jahr 2008 insgesamt rund 114.500 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet.

Das waren 2.400 oder zwei Prozent weniger als 2007. Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Frauen, die Abtreibungen vornehmen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt, 15 Prozent waren zwischen 35 und 39 Jahre, und knapp acht Prozent waren 40 Jahre und älter.

Die Zahl der unter 18-Jährigen, die 2008 einen Schwangerschaftsabruch hatten, ging im Vergleich zum Vorjahr um 800 auf rund 5.300 zurück, was einem Anteil von fünf Prozent entsprach. Bereits von 2006 auf 2007 war die Zahl der Abtreibungen gesunken. © afp/aerzteblatt.de

Großbritannien: Schwangerschaftsabbrüche künftig auch in Hausarztpraxen

News: Schwangerschaftsabbruch

 London – In zahlreichen britischen Hausarztpraxen werden demnächst erstmals in der Geschichte des staatlichen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) Schwangerschaftsabbrüche angeboten. Das kündigte das Londoner Gesundheitsministerium an.  Bislang muss eine abtreibungswillige Patientin in der Regel in ein NHS-Krankenhaus oder in eine private Klinik gehen, um ihre Schwangerschaft zu unterbrechen. 

Patientenverbände und zahlreiche Pro-Abtreibungsorganisationen verlangen seit Jahren eine Reform des aus dem Jahre 1967 stammenden Gesetzes namens „Abortion Act“, wonach Abtreibungen lediglich in Krankenhäusern vorgenommen werden dürfen. Allerdings umfasst das Gesetz eine Klausel, wonach der Gesundheitsminister Ausnahmen von dieser Regel zulassen kann.

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