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Gästebuch

Gelangweilt oder stimuliert? Begeistert oder schwer frustriert? Wie kam es, dass ihr hier gewesen? Nur raus damit - wir wollen es lesen!


Nutze bitte das Gästebuch nicht für Anfragen oder sonstiges, es ist lediglich für einen kleinen Gruß bestimmt. Für Anfragen an die Seite oder das Team, nutze das Kontaktformular oder du kannst dein Anliegen im Forum formulieren. Dankeschön!

Damien

Ihr Lieben,

ich habe gestern durch Zufall diese Seiten entdeckt... ich habe schon lange nach einer Möglichkeit gesucht mich mit Frauen auszutauschen, die das gleiche fürchterliche Leid auf sich genommen haben.
Ich habe mein zweites Kind Ende September 2008 abgetrieben! Was für ein Fehler! Was für eine Katastrophe! Ich bin von meiner ganzen Familie so schrecklich unter Druck gesetzt worden, dass ich damals nicht mehr wußte wo oben oder unten ist... schließlich dann diese dumme Entscheidung. Dabei habe ich mir immer zwei Kinder gewünscht und meine Tochter (7 Jahre) einen kleinen Bruder oder eine kleine Schwester.
Mir ist in diesem Forum aufgefallen, wieviele Frauen abtreiben, weil sie eben von anderen im Moment der Schwangerschaft so fertig gemacht werden. ABER WIR SIND DIEJENIGEN, DIE DANN EIN LEBEN LANG MIT DIESER ENTSCHEIDUNG LEBEN MÜSSEN!!
Ich hoffe sehr, dass ich das große Glück habe noch einmal ein Baby in mir zu tragen und niemand wird mir dieses Geschenk nehmen, denn mein Bauch gehört mir.

Alles Liebe

luna77

Hallo...

Ich bin neu hier und wollte mal kurz mich vorstellen. Ich bin 32 Jahre alt, verheiratet und habe zwei gesunde Kinder. Vor sechs Jahren, kurz nach der Entbindung meines Sohne, stellt ich fest, dass ich ein drittes mal schwanger bin. Es traf mich völlig unvorbereitet. Ich war damals mit meinen Nerven und Kräften am Ende. Ich konnte nicht mehr und wollte auf keinen Fall noch ein Kind. Ich habe mich dann für einen AB entschieden und lange dachte ich die Entscheidung war richtig. Aber je älter meine beiden Kinder werden, desto mehr Zweifel habe ich. Ich frage mich oft, warum? Warum habe ich damals diesem Kind keine Chance gegeben? Ich hoffe hier Frauen zu finden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Einfach mal darüber "reden", tut schon gut.

Irina

Ihr könnt mir auch eine SMS schicken an 0041 76 522 06 87!

Lieber Gruss,

Irina

Irina

Bevor ihr abtreibt, ruft mich bitte an, ich möchte Euch gerne coachen.

Meine Telefonnummer ist 0041 76 522 06 87

Vollzeitmama

ich weiß, dass ich, als glückliche Zwillingsmama, hier fehl am Platz bin. Bitte erlaubt mir trotzdem mich kurz zu äußern.

Vor einigen Jahren habe ich erfahren, dass meine Mutter das Kind, das sie vor mir erwartet hat, abgetrieben hat - und ich sehe, dass sie noch heute - NACH MEHR ALS 25 JAHREN - darunter leidet. Ich dachte zuerst, sie sei die einzige Frau oder eine der wenigen Frauen, die das so mitgenommen hat... doch nachdem ich angefangen habe mich mit dem Thema auseinander zu setzen ist mir klar geworden, sie ist nicht allein mit ihrem Schmerz und für die wenigsten Frauen hat so ein Eingriff keine oder wenige psychische Konsequenzen.

Wie der Zufall es so wollte, hab ich vor ein paar Tagen auf RTL Punkt 12 einen kurzen Bericht über Abtreibung gesehen. Da wurde eine Beraterin von ProFamilia interviewt. Sie wurde gefragt, ob sie die Frauen, die abtreiben wollen, auf die "möglichen" psychischen Konsequenzen hinweisen. Ihre Antwort hat mich geschockt: Nein, wir tuen nichts um ihre Entscheidung zu beeinflussen.... (oder so ähnlich).
Mal ganz davon abgesehen, dass ich aus moralischen und Glaubensgründen eine Hardcore- Abtreibungsgegnerin bin,frage ich mich WARUM?? WARUM wird auf das Leid und den Schmerz nicht hingewiesen, wo doch so viele Frauen ihre Abtreibung rückgängig machen würden???Ich bin fassungslos.

nat74

hallo sternchen,

ratschläge gibt es nicht. schaffe platz in deinem herzen für dein baby lass es ein teil von dir werden, bei mir ist es jetzt 8 wochen her und es ist jeden tag auf´s neue ein kampf.

ich hatte eine sehr nette beraterin bei der awo, zu ihr habe ich immer noch kontakt und kann sie immer anrufen wenn mir danach zu mute ist. vielleicht gibt es ja auch in deiner nähe eine beratungsstelle die dir helfen kann.

lg

sternchen

Hallo
Ich bin 40 und im November 09 schwanger geworden..erst war es ein Windei bis zur 8 Woche war nix zu sehen....dann doch in der neunten aber viel zu klein...so blieb es auch bis zur elften(größe da wie in der 8ten ssw). da ich in meiner ersten Schwangerschaft(vor neun Jahren) viele Probleme hatte(durchblutungsstörungen, vorzeitige Wehen, Schwangerschaftsvergiftung) war für alle klar das ich eine absolute Risikoschwangerschaft bin und man ja nicht ausschließen konnte das das Kind normal entwickelt ist...in unserer Familie gibt es zwei Behinderte Kinder. Ich hatte gestern meinen Abbruch....Ich hätte auf mein Herz hören sollen und das Risiko eingehen sollen, denn das was ich nun durchleide ist die Hölle und ich würde alles dafür geben es ungeschehen zu machen. Wie soll ich jeh damit leben?!

Jenny

Hallo ihr Lieben,
ich war mit 16 Jahren schwanger und habe das Kind abgetrieben. Ich selbst komme damit bis heute nicht klar. Ich mache mir jeden Tag vorwürfe und ich denke jeden Tag daran. ich rate jeden das man es sich gut überlegt es ist so eine Seelische Belastung.

sonnenstrahl

hallo Ihr Lieben,

meine Abtreibung ist war am 25. August 2009 und mein Entbindungstermin wäre der 15. März 2010, je näher der Entbindungstermin rückt, desto trauriger werde ich... es vergeht nicht ein Tag an dem ich nicht daran denke, was wäre wenn?? Wenn ich stark genug gewesen wäre und den Mut gehabt hätte, meine kleine "Pauline" auch alleine groß gezogen hätte... ich bereue es jeden Tag und kann jedem nur empfehlen... überlegt euch das alles sehr gut es ist ein sehr einschneidenens Erlebnis, es gibt ein Leben vor und ein Leben nach der Abtreibung!!! Nichts ist mehr so wie es vorher war...man macht sich Vorwürfe ich glaube das wird mich den Rest meines Lebens begleiten... es ist ein schwerer Schritt wenn man sich gegen das eigene Kind entscheidet, aber ich würde nie jemanden verurteilen, da ich selbst erfahren habe, sich gegen das Kind zu entscheiden, auch wenn es nicht mein eigener Wille war..seit stark und hört auch euer Herz nicht auf irgendeinen Mann an eurer Seite, Frau schafft das auch alleine.. glaubt an Euch....

Liebe Grüße

Sonnenstrahl

nat74

Hallo zusammen!

Ich finde diese Seite sehr gelungen. Bin sehr froh das es dieses Forum gibt, da ich selbst am 2. Dezember eine Abtreibung hatte. Ich war Ende 5 SSW.  In meiner Familie hat niemand dafür Verstänsnis, dass ich mit meiner Entscheidung nicht zurecht komme. Ich habe einen 12 -jährigen Sohn aus meiner ersten Ehe, stehe mitten im Berufsleben um unseren Unterhalt zu finanzieren. Wie sollte unser weiteres Leben aussehen? Auf Kosten von Vater Staat die ersten Jahre leben??? Nein, dass kam für mich nicht in Frage, daher habe ich diese Entscheidung getroffen. Ich habe Verantwortung für meinen Sohn zu übernehmen und das zu 100%.  Es war eine Entscheidung aus Vernunftsgründen, emotional habe jeden Tag aufs neue zu kämpfen. Ich kann mir keine Baby ansehen ohne Tränen in den Augen, mitten in der Nacht wache ich auf und grübel immer wieder aufs Neue. Habe mir Literatur zu dem Thema in Massen besorgt. Kann Euch das Buch "Tilly" wirklich nur empfelen, eine traurige aber schöne Geschichte, die mich hoffen läßt ,dass meine "kleine Lotte" mir verzeiht.

LG an alle!!!!

Lydia

Hallo, Jule,
habe die letzten Tage oft an Deinen Eintrag gedacht. Hier ein lieber Gruß, lass es langsam gehen, Lydia

LS

Sie haben an das Kind gedacht? Ach ja? Wann? Als sie es umbrachten?

Kim

Ich hoffe das schreibe ich am richtigen Platz.

Ich bewundere die Frauen hier. Auch wenn es euch schwer fällt- ihr habt an das Kind gedacht und das ist etwas sehr wichtiges! Denkt an euer Kind- jedoch nicht in Trauer...

Ich finde diese Seite wirklich gut, da sie den Frauen eine Möglichkeit bietet, sich an jemanden zu wenden, der einem auch zuhört.

Viele liebe Grüße.

Lydia

Hallo, Jule,
habe Deine Nachricht hier gelesen. Heute ist der 4. Januar, Du hast also noch Zeit, vielleicht möchtest Du Deine Entscheidung für den Abbruch nochmals überdenken.
Mein Abbruch ist nun 13 Jahre her, und seit dem ist mein Leben ein emotionales Chaos, die Schuldgefühle hören nicht auf, und ich bin immer wieder suchtgefährdet. Viele meiner Freunde haben inzwischen Kinder, die ca. so alt sind wie mein Kind jetzt wäre.
Ich wünsche Dir sehr, dass Du das Richtige tust. Höre einfach auf Deine innere Stimme, sie wird Dir den Weg weisen.
Alles Liebe und Gute, Ly

Jule

Hallo , ihr lieben .

Ich habe am 13.1 eine Termin zur Abtreibung .
Ich kann nur Sagen ..das ich es jetzt schon bereue, zutiefst!

Aber gleichzeitig war ich froh auf diese Seite gestossen zusein , nun weiss ich das ich nicht alleine da stehe .

Danke für diese hilfreiche und Aufklärende Seite!

LG. Jule

Michaela

Wenn nicht heut wann dann.....ist der passendere Zeitpunkt um einen ganz lieben Gruß da zu lassen..................
Von Herzen
Michaela

Kirsten

An alle, die sich dafür interessieren, wie einschneidend ein Abbruch ist und wieviel an Therapie es braucht, um aus diesem Trauma wieder herauszukommen, können man den Bericht einer Psychiaterin zu diesem Thema lesen. Er ist sehr interessant:

http://www.hli.at/lourdes2008/pdf/VT11%20-%20dt%20-%20Dr.%20Pokropp-Hipp...

Myra

Hallo zusammen.

durch Zufall habe ich eben von dieser seite hier erfahren und mir schon den einen oder anderen Kommentar durchgelesen.
Ich habe vor 5 Tagen den Abbruch durchführen lassen und ich muss sagen, mir geht es relativ gut. Die körperlichen Schmerzen sind schlimmer, als die selischen im Moment, was aber, denke ich, damit zusammenhängt, weil ich verschiedene Gründe hatte, um mich zu diesem Schritt zu entschließen.
Alles begann so...
Ich merkte irgendwann, etwas ist komisch. Ich spürte eine Veränderung, und ich machte einen Frühtest, da es mir schon komisch vorkam, das ich meine Tage nicht bekommen habe. Ich machte mir erst gar keine großen Gedanken, da die ja eh immer unregelmäßig waren. Naja, der Test war nach sehr kurzer Zeit positiv. Meine erste Reaktion war ein heulkrampf. Ich war in dem Moment überfordert und allein. Mein Partner ist kurze Zeit vorher schon mal in unsere neue Heimat gezogen und somit stand ich allein da.
Nach reiflicher Überlegung und einem Termin bei meiner Ärztin erkundigte ich mich nach dieser Beratungsstelle. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was der kleine Wurm in mir gerade veranstaltet. Ein erneuter Termin bei meiner Ärztin brachte es ans Tageslicht. Der Wurm wollte nicht. Er wollte nicht wachsen und bereitete mir starke Schmerzen. Bettruhe war angesagt, doch dann kamen die Blutungen dazu. Ein erneuter Besuch beim Arzt endete so, das mein Kopf was dagegen hat. :(
Sie meinte, die Blutungen sind nicht gut. nicht so stark wie sie waren. Sie meinte, es wird vielleicht zu einer Fehlgeburt kommen :(
Wieder eine Situation, in der ich absolut hilflos und überfordert war. Ich ging zu dieser Beratungsstelle. Ich muss sagen, das war Horror pur für mich. Ich musste jedes wort, was ich sagte, rechtfertigen. Es war sehr kalt und anonym. die Frau hat sich nicht mal vorgestellt. Ich war froh, das ich da raus war.
Naja, dann ging es zum Termin beim durchführenden Arzt. Wieder die selbe Diagnose, zu klein, zu schwach... Und dann vor 5 Tagen war dann der Tag.
Der letzte Ultraschall gab keine neuen Erkentnisse. Der Wurm ist nicht größer geworden.
:(
Und dann war es soweit. Ich hatte bsi zum letzten Moment noch gezögert.

wie gesagt, es ist nun 5 Tage her und es geht mir gut. Ich halte mich mit dem Gedanken oben, das ich ihm mehr oder weniger viel Leiden erspart habe. Wer weiß, ob es nicht doch zu einer Fehlgeburt gekommen wäre oder ob es nicht schwer behindert gewesen wäre. Alles wäre möglich gewesen.

Ich denke trotzallem viel daran, was wäre, wenn ich doch wieder gegangen wäre beim Arzt.
Was wäre es geworden? Ich trauere innerlich sehr um mein Kind, aber ich habe immer den Gedanken, da wo es jetzt ist, da gehts ihm gut.

Nur eine Entscheidung habe ich definitiv für mein weiteres Leben getroffen.
Ein Abbruch kommt nicht noch einmal in Frage! Nie wieder.

Ich bereue es irgendwie. Und um ehrlich zu sein, ich kann es kaum erwarten in ein paar Jahren vielleicht doch mein Kind im Arm zu halten.
Bis dahin will ich alles tun, um diesem Kind ein wundervolles und erfülltes Leben zu schenken. Das bin ich ihm dann schuldig.

stupsi

Hallo Ihr,

nach langen qualvollen Monaten habe ich hier diese Seite entdeckt. Ich habe im August 08 einen Abbruch machen lassen-mir kommt es vor als wäre es gestern. Ich komme einfach nicht darüber hinweg. Ich habe einen Sohn der jetzt 16 Jahre ist, eine kleine Tochter mit 2 1/2 Jahren und eigentlich noch eins dazu. Aber es paßt damals alles nicht. Wie immer. Aber wann ist schon etwas passend. Dieser kleine Bimpf konnte das doch alles gar nicht wissen, daß es jetzt nicht passend ist.  Eigentlich wären es Zwillinge gewesen, aber eines hat es gleich zu Anfang nicht geschaft. Zuerst war es eine riesen Freude. Aber dann.... . Finanziell, Streß mit dem Freund - das Übliche halt. Ich habe immer noch das Ultraschallbild im Geldbeutel und jede Nacht vor dem Einschlafen werfe ich einen Blick und einen Gutenachtkuß in den Himmel-zu meinem Bimpf, der nie da war. Ich habe erst all eure Kommentare Stundenlang durchgelesen und mich jetzt dazu überwunden, auch mal hier etwas zu schreiben. Mit anderen kann ich über dieses Thema nicht reden. Ich hoffe, es hilft mir auch etwas auf meinem Weg, dies alles ein bißchen besser zu verarbeiten.

sabrina23

hallo sonnenstrahl...

es ist okay wenn du reden willst du reißt bei mir keine wunden auf. Ich bin wohl eine der wenigen die damit sehr gut klar kommen. Ich würde es so schön finden wenn dein partner dir die kraft geben würde damit du dieses geschehen verkraftest. Das er dich so fallen lässt damit alleine lässt und dir noch vorwürfe macht finde ich unmenschlich liebt er dich denn nciht? man steht doch wenn man sich liebt alles gemeinsam durch man geht zusammen durch höhen und tiefen...!!! Ich finde das sehr schade ...ich bin aber immer da wenn du reden willst ...kopf hoch ...lieben gruß und ein festes umarmen---

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