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Gästebuch

Gelangweilt oder stimuliert? Begeistert oder schwer frustriert? Wie kam es, dass ihr hier gewesen? Nur raus damit - wir wollen es lesen!


Nutze bitte das Gästebuch nicht für Anfragen oder sonstiges, es ist lediglich für einen kleinen Gruß bestimmt. Für Anfragen an die Seite oder das Team, nutze das Kontaktformular oder du kannst dein Anliegen im Forum formulieren. Dankeschön!

Mienchen

Hallo Sarah!
Mir ging es ähnlich, nur das ich jetzt nach 21 Jahren eine Therapie begonnen habe, es ging nicht mehr. Jedes Jahr haben mich mein schlechtes Gewissen, meine Traurigkeit, meine Wut wieder eingeholt. Ich stand kurz vorm Zusammenbruch. Ich weiß wie du dich fühlst! Liebe Grüße

Sarah

Hallo,

ich habe meinen Schwangerschaftsabbruch am 07.12.2004 gehabt. Ich war damals 19 Jahre alt. Gerade die Ausbildung bestanden, eine gute Zukunft stand mir bevor. Ich dachte mein damaliger Partner wäre mein richtiger Partner und bin ungewollt schwanger geworden. Nachdem ich es ihm gebeichtet hatte, war ich total allein und auf mich gestellt. Keinem wollte ich über meine Situation erzählen und hatte mich für einen Abbruch meiner Zwillinge entschiede. Bin allein hin gefahren.
Mein Leben hatte sich total verändert. Ich zog mich zurück. Habe nur noch für die Arbeit gelebt. Depressionen waren an der Tagesordnung.

Jetzt bin ich seit März 2011 in Therapie und ich Rate jedem dazu. Erst jetzt nach so vielen Jahren fange ich wieder an zu leben.
Meine ganzen Gedanken sind noch immer nicht verschwunden....
Schuldgefühle, Schmerz, Trauer und mein Herz Klagen noch immer. Aber nun weiß ich das ich kein schlechter Mensch bin. Ich habe einen inneren Verteitiger der immer lauter wird. Ein schönes Leben habe ich verdient. Diesen Satz Sage ich mir jeden Tag. Ich will wieder glücklich sein. Meine beiden werde ich nie vergessen...

Apanatschi

Hallo mauerblume,

ich hatte meinen SSA gestern, mein kleiner Sohn ist erst 6 Monate alt und ich hab aus Verantwortung zu meinem gerade geborenem Sohn gehandelt. Ich bin 4 Monate nach der Geburt trotz Verhütung schwanger geworden und für meinen Mann und war es ein riesen Schock. Ich liebe Kinder und wollte nur Wunschkinder aus "kontrolliertem Anbau". Ich hab mir immer gesagt, ich werde nie ein Kind weg machen lassen und auf keinen Fall werde ich ungewollt schwanger. In diesem Forum hab ich mit vielen Frauen mitfühlen können. Es ist schmerzlich zu lesen und doch hilft es darüber zu schreiben und sich damit auseinander zu setzten. Aber ein kleines Loch bleibt doch im Herzen zurück. Wir haben hin und her überlegt und es mit einer Pro-und Contraliste probiert. Am Ende standen auf der Contraliste über 30 gute Gründe die dagegen sprachen und auf der Proseite = Kleines. Es hat keinen Sinn im Nachhinein zu überlegen ob eine Entscheidung richtig oder falsch war. Egal ob für oder wieder, in jedem Fall kann man sie nicht wieder rückgängig machen. Nie wieder! Und eine Zukunft muss für ein neues Leben eine Perspektive haben. Es ist unfair vom Leben auf so eine Harte Frage eine Antwort zu finden und wir können uns nicht davor drücken. Wir entscheiden für das Kleine und uns zusammen. Und ich denke auch, es wird immer eine zweite Chance geben oder haben. Entweder durch mich oder durch jemand anderen. Es ist die härteste Prüfung im Leben einer Frau, über Leben und Tot zu entscheiden und ich haben großen Respekt vor jeder einzelnen, die ungewollt schwanger geworden ist und Verantwortungsvoll dem ungeborenen Kind gegenüber gehandelt hat. Vielen Dank für dieses Forum, ich werde noch eine Weile nicht begreifen und mir immer wieder die Frage stellen = WISO ist das so unfair und mich 1000mal dem Kleinen entschuldigen. Ich weine viel und ich werde noch sehr traurig sein, weil es so unfair ist. Es tut mir soooo unendlich Leid aber ich will kein Kind in eine Zukunft ohne Perspektiven, in diese schon für Kinder so schwere Welt setzen. Ich habe z.Z. ein kleines WUNSCH-BABY und große VERANTWORTUNG- ich sehe meinen kleinen Sohn im Bett schlafen, der jetzt eine faire Chance hat sich zu 100% seiner Mutter sicher sein kann. Und ich kann zu 100% für meinen kleinen Sohn da sein.

Wenn die Zeit reif ist und die Bedingungen und Perspektiven für ein zweites glückliches Kind gegeben sind, dann werden wir ein gewolltes Kind bekommen. Verantwortung ! DAS SIND WIR ALLEN KINDERN SCHULDIG ob ungeboren oder geboren!

Kein Mann kann diese Last tragen und kein Mensch kennt diese Last, wenn er selbst die Erfahrung noch nicht gemacht hat und diese werden auch nicht verstehen welchen Konflikt die Seele einer Frau in dieser Situation aushalten muss. Wir tragen die Verantwortung, Männer können immer gehen aber eine Mutter geht nie von Ihren Kindern weg, egal wie hart die Tage werden können und deswegen tragen wir die Vollste Verantwortung!

DANKE AN ALLE DIE HIER IHR HERZ GEÖFFNET HABEN!
WIR müssen uns helfen und stark sein für die Kinder die sind und oder vielleicht noch kommen!

mauerblume

Hallo,
ich weiss garnicht wie ich anfangen soll.Also,ich habe einen AB in August 2011
es war wohl in der 7.Woche .Der FA hat nur eine leere Fruchthöhle gesehen.
Ich habe schon 2 Jungs(14,11) u.bin nun 40 Jahre alt.Aber ich wollte immer noch ein Mädchen .Doch unsere Ehe lief nicht so ,daß man sagen könnte es ist eine harmonivolle Familie.Ich litt unter Depressionen u.schluckte auch Antidep.
Wir hatten finanzielle Sorgen,wir hatten ein altes Haus gekauft,mein Mann war
arbeitslos geworden u.ich hatte mich wieder bei meinem alten Chef verpflichtet.
Meine Nerven waren drunter u.drüber ,denn ich war sowieso schon total
überfordert.Mein Mann war geschockt als er von SS hörte.Er dachte nur rational.Wie sollen wir das Haus nur weiter sanieren/umbauen.Wir wohnten
momentan in ener Baustelle,ohne Schlafzimmer u. einem Kinderzimmer.
An dem Abend hatten wir uns gestritten und er hat mich verletzt(nicht körperlich)Ich dachte,er hat noch nie an deine Lage rücksicht genommen
u.du willst noch 3.Kind ,welches auch ganz unglücklich aufwachsen wird.
Nein,ich wollte kein 3.UNGLÜCKLICHES Kind,aber mein Herz sagte mir was anderes.Ich war in Panik,wie sollte ich das ertragen.
Mein FA nahm sich nicht mal die Zeit um zu fragen ,welche Gründe ich hatte.
Ich ging also zur PROFAMILIA ,die Ärztin dort sagte nur:
"jede Frau hat das Recht für sich zu entscheiden",keine Bemerkung welche
seeliche Schaden mann haben kann,welche selbstvorwürfe,selbstzweifel
und ja,selbsthass entstehen.So unkompliziert ,so einfach.
Ich hatte mich auch beeilt,damit ich das mit d.Pille machen kann.
Wenn ich je ein Herzschlag oder etwas gesehen hätte,dann würde ich das
stoppen.Doch nun ,dieser Schmerz,dieser andauernder Wunsch nach einem
Baby ,welches jetzt liebkosen könnte,auch glaube ich hätte das meinen
Jungs gutgetan.
Mit meinem Mann kann ich nicht darüber sprechen,er hat es vergraben,
in sein tiefstes Herzteil.Er hat aber alles geschehen lassen,hat kein einziges
Mal gesagt"komm,wenn du willst ,dann schaffen wir das"
Er hat einfach nur zugeschaut ,wie ich zum FA ging.
unsere Ehe ist eigentlich die Hölle geworden :weil ich immer wieder Krisen bekomme.WUT u Zorn staut
sich in mir ,das ich bei jeder kleinen Diskussion platze wie eine Rakete.
Meine Depression und Selbstverachtung sind nun so schlimm,dass ich öfter
überlege schluß zumachen.
Warum habe ich bloß nicht noch eine Woche gewartet?
Warum habe ich es zu gelassen?Warum ist der Schmerz so groß,daß es
alle meine anderen Gefühle lähmt?
Werde ich das je verarbeiten können oder sagts mir ,ist nun eine weiteres
Kind ein Ausweg zuvergessen?Sollte ich nun mit 40Jahren wagen?
Aber wann soll ich anfangen zuleben?Ich habe bis jetzt noch garnicht gelebt,
immer nur arbeiten,familie ,finanzielle Engpäße durch das verdammte Haus.
In 10 jahren sind 3mal zumUrlaub gefahren,keine Kurztrips,keine Freizeitparks,keine richtigen Ausflüge ,keine Restaurants,kein Kino,kein Tanzen,keine Harmonie ,keine soziale Kontakte
Sollte ich das wirklich ein weiteres Kind zumuten,Vielleicht,wenn ich gewartet
hätte ,war es ja ein Windei.
Ich weiss nicht,nur die Traurigkeit geht nicht weg!

Kommentar von Oscar
Hallo mauerblume, Ein Austausch im Forum könnte dir bestimmt ein wqenig helfen. Das GB ist dafür nicht der richtige GB. FG
Mausi2

Hallo Julia,
ich kann Dir so gut nachfühlen,dein Eintrag macht mir Mut!Auch ich war mit dem Gedanken an ein weiteres Kind (bei mir ein viertes)total überfordert und habe mich ganz früh zum medikamentösen Abbruch entschlossen-die vorher komplett stichhaltigen Gründe waren auch mir sofort hinterher überhaupt nicht mehr nachvollziehbar und ich bereue es seither zu tiefst.Auch ich habe das Gefühl mich selbst verraten zu haben.Auch bei mir besteht seither der dringende Wunsch noch ein Kind zu bekommen.
Dir herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!Wie lange nach dem Eingriff wurdest zu denn wieder schwanger?
Und war dein Mann denn gleich einverstanden?
Mein Mann ist nämlich bisher noch gegen eine erneute Schwangerschaft.Er ist ein rational denkender Mensch und sieht weiterhin die sachlichen Gründe,die gegen ein weiteres Kind sprachen.Außerdem hat er Angst nachher mit 4 Kindern und einer depressiven Frau da zu sitzen.Ich denke aber trotz aller Zweifel dass ich eine erneute Schwangerschaft als großes Geschenk annehmen würde und es mir bei der Verarbeitung deutlich helfen würde-auch wenn man den Abbruch sicherlich nie vergessen wird.
Wie alt bist du denn?Ich bin wie gesagt 38 und habe das Gefühl dass mir die Zeit so langsam wegläuft!
Wie hast du denn die Anfangszeit der Schwangerschaft erlebt?waren da auch wieder die Zweifel da?
Würde mich sehr über eine Antwort von der freuen,
und danke nochmal für den tollen Beitrag der mir viel Mut macht!
Gruß Mausi2

julia

Ihre Lieben!

Bitte hört auf Eure innere Stimme. Nur die weiß was gut für Euch ist. Es ist gut und wichtig zu trauern...

und es ist wie bei einer WELLE es geht nach dem man ganz unten war auch wieder Bergauf...

einfach durchhalten und ehrlich zu sich selbst sein.
Ich wünsche Euch viel Kraft.

...den Abbruch vor einem dreiviertel Jahr haben wir hart und schwer verarbeiten müssen.
Erst die Zweifel, ob ich das Recht habe so kurz nach einem medikamentösen Abbruch wieder schwanger zu werden... und das Gefühl mich selbst verloren zu haben, das war schwer zu überwinden.
Eine unsichtbare Macht hat mir Mut gegeben.
Wir freuen uns mit unseren Kindern auf unseren kleinen Jungen. Für mich und meinen Mann sind jetzt fünf Kinder das tollste Geschenk!!! Es hat sich gelohnt... unsere innere Einstellung

hat beim zweiten Anlauf ja zum Leben gesagt
;-)

Unerfahren 94

Hallo zusammen,
ich bin eben auf diese Seite gekommen weil meine Ex Freundin wahrscheinlich von mir schwanger ist... und auch wenn ich ein "Mann" bin vielleicht kann mir jemand aus erfahrung sagen etwas weiterhelfen. Ich bin erst 17 Jahre alt und ehrlich gesagt nicht mal Ansatzweise bereit dafür irgentwie Verantwortung zu übernehmen. Es wäre sehr nett wenn mir jemand helfen kann. Ich denke jetzt halt über eine Abtreibung nach aber wenn ich die Geschichten hier höre überlege ich schon im Sinne meiner Ex Freundin ob das der richtige Weg ist.... auf der anderen Seite möchte ich einfach nicht so jung Vater werden, dazu käme noch das ich von meinem Kind 250 km entfernt wohne.

Vielen Dank schon mal für Antworten

Kommentar von Oscar
Hallo Unerfahren, es wäre nicht schlecht wenn wir uns im Forum austauschen könnten. Das Gb ist nicht der richte Platz dafür.
Pauline

Morgen ist es genau drei Jahre her, und ich verachte mich nach wie vor für diesen Schritt. Hört das irgendwann auf?

Mienchen

Liebe mausi2,
ich glaube nicht, das dir eine erneute Schwangerschaft über deinen Abbruch hinweg hilft, denn es bleibt immer ein Rest im Herzen......
Ich hatte vor 21 Jahren einen Abbruch und durfte 3 wundervollen Kindern das Leben schenken. Ich bin traurig, wenn ich an "das Kind" denke, aber ich würde keines meiner 3 dafür hergeben!
Sollte ein weitere Kind ein Ersatz sein?????
Tue es nicht nur um dein Gewissen zu beruhigen oder denkst du durch ein Kind lässt der Schmerz nach.......
Ich kann dir nur sagen,es wird besser, aber ganz vergessen wirst du es nie!
Vielleicht ist das auch gut so, denn vielleicht hast du ja ein Kind in dem Alter wo Sex und alles was damit zu tun hat eine Rolle spielt, und kannst diesem in einem ruhigen Moment über deine Erfahrungen berichten.
Meine Große ist heute 17 geworden und sie weiß seit ca. 3 Jahren von meinem Abbruch, sie weiß wie es mir damit geht, was ich gefühlt habe und was ich fühle und ich glaube nicht, das sie jemals in diese Situation kommen wird und falls doch stehen wir ihr immer zur Seite!
Alles Liebe für dich und deine Familie!

Julia

Ich habe schon anfang des Sommers ins Forum geschrieben. Nach der Abtreibung war mein Wunsch, die Seele des Kindes wieder zu uns zu holen so gross, trotz tiefer Trauer und Depression. Die Liebe zwischen mir und meinem Partner, war das Einzigste, was mich ans Leben glauben ließ. Ich habe in meine Gefühle vertraut.

Es war eigenartig... An dem Tag an dem ich dachte meine Regel zu bekommen, blutete es leicht. Ich dachte jetzt ist es vorbei, niewieder bekomme ich die Chance auf ein weiteres Kind. Jetzt gibt es nur noch Verhütung... :-(
Einen kurzen Moment dachte ich Gott hat mich für immer verlassen. Doch sofort sagte ich mir nein! Ich geb nicht auf, ich kämpfe...
wenige Stunden später...

Meine Regel war es nicht, vielleicht eine Einnistungsblutung. Ein Test viel positiv aus.

Auch diesmal ist es nicht einfach über die Anfangszeit der verwirrten Hormone hinwegzukommen, doch es wird besser von Tag zu Tag. Ich denke dass die richtig tiefe Freude über dieses Kind erst mit der Geburt voll durchbricht.

Nur mein Mann und meine Freundin wissen von unserem fünften Kind.
Bald werde ich es nicht mehr geheim halten können. ES ist unser Leben und wir wissen was gut für uns ist.

kleiner Exkurs:

Die Entwicklung der Moderne hat uns mit den Induvidualisierungsmöglichkeiten für den Einzelnen aus einem Gefüge herausgerissen. Die Menschen früher waren in einem Gesellschaftsgefüge, dass Regel aber eben auch besonderen Halt bot. Heute ist jede Familie gezwungen ihre Regeln selbst aufzustellen. Jede Familie steht für sich allein.
Alles muß abgewägt werden, das Leben ist viel komplizierter und komplexer geworden.
Und Verhütung wird zu einer von vornherein vorausgesetzten Bedingung.
Dabei liegt es in der weiblichen Natur Kinder zu bekommen. Es tut uns gut. Doch wir haben uns etwas anderes von der Moderne aufstülpen lassen.
Die Frauen heute stehen mehr denn je in einem Konflikt zwischen Arbeitswelt und Familie. Das kann nicht gut sein.

Wenn man diese Entwicklung betrachtet, die es geschafft hat unsere Lebensbestimmung in nur einem halben Jahrhundert unzuschreiben...
ist es erschreckend, was für tiefgreifende pschologische Folgen daraus entwachsen.
Diese Entwicklungen sind auch ein Grund warum viele Frauen, denken es geht nicht mit Kind oder noch mehr Kindern. Um so wichtiger ist, dass Ihr Euch selbst fragt was Ihr wirklich wollt und auf Eure innere Stimme vertraut.
Niemand kann es besser wissen! Ihr seid es wert, dass ihr auf Euch hört und nicht für andere handelt, die es Euch doch nie danken

mausi2

Hallo,
ich bin 38 Jahre alt und habe 3 Kinder.Im August wurde ich ungewollt schwanger.Ich hatte gerade meine Arbeitsstelle gekündigt und meine neue sollte ich im November beginnen.In unserem Haus ist gerade so Platz für uns fünf.Die Kinder sind so gerade aus dem Gröbsten raus und wir waren sehr zufrieden.Ich hatte das Gefühl dass ein Viertes Kind einfach nicht passt und ich meinen Kindern dann auch nicht mehr gerecht werden könnte.Und somit entschloss ich mich gemeinsam mit meinem Mann,dass wir dieses Kind nicht bekommen werden.Ich entschloss mich bereits in der 6.SSW zu einem medikamentösen Abbruch.Medizinisch völlig problemlos,aber bereits am Tag nach der Einnahme der Tabletten begann ich meine Entscheidung sehr zu bereuen.Meine Hormone haben mir wohl jeglichen Verstand geraubt,im Nachhinein erinnere ich mich auch daran,in den anderen Schwangerschaften am Anfang ähnliche Ängste gehabt zu haben,all das habe ich aber in den Tagen der Entscheidung komplett ausgeblendet,mein Verstand scheint völlig weg gewesen zu sein.Heute ist mir das alles völlig unverständlich,ich kann die Entscheidung in keinster Weise mehr nachvollziehen und bin kaum mehr in der Lage meinen Alltag zu bewältigen.
Ich habe das Gefühl alles kaputt gemacht zu haben,nicht nur mein Leben sondern auch das meiner Kinder und meiner Familie.
Schwangerschaftsabbruch war für mich eigentlich nie ein Thema gewesen,ich hatte immer gesagt wenns doch mal passieren sollte würden wir halt noch ein viertes bekommen-warum habe ich nur in der Situation nicht auch so gehandelt?Ich verabscheue mich selbst dafür.
Die einzige Möglichkeit die ich derzeit für mich sehe aus dieser Situation wieder herauszukommen wäre noch ein Kind zu bekommen-seit der Abtreibung habe ich einen extremen Kinderwunsch-völlig verrückt!Und wäre das denn wohl wirklich eine Lösung?
Ich habe mich entschlossen zumindest nocheinmal zu einer Beratungsstelle zu gehen,vielleicht kann ich da ein bißchen Hilfe bekommen,ich hoffe es so sehr!
Ich möchte mein Leben wieder genießen können,ich habe drei tolle Kinder,einen Partner der voll hinter mir steht,aber all das kann ich momentan gar nicht genießen!!!

mausi2

Hallo,
ich bin 38 Jahre alt und habe 3 Kinder.Vor 3 Monaten war ich ungeplant schwanger und in einem totalen Schockzustand.Ich hatte gerade meinen Job gekündigt und den neuen Vertrag erst für in einigen Monaten unterschrieben.In unserem Haus ist es sowieso schon eng...
Und so kam es dass mein Mann und ich uns für einen Abbruch entschieden,obwohl wir eigentlich immer gesagt hatten dass falls es passieren sollte wir auch ein Viertes großkriegen würden....Abtreibung hatte eigentlich nie zur Debatte gestanden.Ich war in der 6.SSW und habe mit Mifegyne abgetrieben.Körperlich völlig problemlos,aber schon am Tag danach wußte ich dass diese Entscheidung falsch war und kann unsere Gründe überhaupt nicht mehr nachvollziehen.Wie konnte ich das tun?
Ich weiß momentan nicht,wie ich jemals mit dieser Entscheidung klarkommen soll,meine Gedanken drehen sich immer nur um das eine Thema!
Glücklicher Weise ist mein Mann sehr verständnisvoll,aer auch im gegenüber habe ich ein schlechtes Gewissen,weil ich so schlecht drauf bin.
Wird das irgendwann besser?
Und auch wenn es total bekloppt klingt habe ich das Gefühl,dass ich nur mit einer erneuten Schwangerschaft irgendwie wieder rauskommen kann aus diesem Loch.Hat damit jemand Erfahrungen gemacht?
Grüße Mausi2

Mienchen

Hallo Klara!
Würde gern mit dir über unsere Erlebnisse reden bzw. schreiben, da sie sehr ähnlich sind! Ich bin 36 und mein Abbruch ist 21 Jahre her und er belastet mein Leben immer noch! Meld dich bitte :Tobus@online.de
Liebe Grüße !

Klara S.

Hallo,
ich bin über 40 Jahre alt und dachte, ich hätte alles verarbeitet. Mit 16 Jahren habe ich in der 9. Woche abgetriXXX. Nun bin ich seit über 20 Jahren verheiratet (ohne Kinder), stelle fest, dass ich unsere Ehe schwer belastet habe. Ich habe nur verdrängt. Mein Mann, der sehr geduldig und tolerant ist, hat immer darauf gewartet, dass ich mich frei entwickle, auch meine eigene Sexualität betreffend. Mein damaliger (erster) Freund, den ich liebte, hat mich mit der Entscheidung so allein gelassen. Als meine Ärztin sagte, eine AbtreXXXX in dem Alter ist möglich und wir hätten die sog. soziale Indikation, hatte ihc nicht mehr viel Zeit zum Überlegen. Dann war ich im Krankenhaus und mein Freund hat mich nichtmal besucht. Er hat seinen Eltern nichts erzählt, ich mußte es meinen erzählen, da sie unterschreiben mußten. Danach fühlte ich mich total allein gelassen und schuldig. Wir waren noch ein Jahr zusammen, aber es war kaputt. Er hat mich auch noch betrogen und war eifersüchtig auf nichts. Ich "durfte" nicht zum Frauenarzt gehen, weshalb wir vorher auch nicht richtig verhütet haben. Heute leidet meine Ehe noch darunter. Mein Mann wollte mich unterstützen und hat Kontakt zu meinem damaligen Freund hergestellt, damit ich endlich darüber reden kann und ihm meine Meinung sagen kann. Im Telefongespräch fühlte ich mich aber machtlos und schuldig ihm gegenüber und hab mich auch noch entschuldigt für die "Störung". Das ist doch bekloppt, bin ich ihm (noch) hörig? So daß sein Befinden wichtiger ist als das meines Mannes? Den ich damit schwer verletzt habe. Ich glaube, ich liebte immer das Idealbild, das ich mir von meiner ersten Beziehung gemacht hatte. Ich hab meinem Mann keine echte Chance gegeben, eine "richtige" Ehe mit mir zu führen. Ich hoffe es ist nicht zu spät für uns, bzw. für mich, diese Ehe zu retten. Um das verlorene Kind trauere ich und ich hatte immer das Gefühl, ich hab keine Kinder mehr verdient, (habe auch keine). Und meine eigene Sexualität habe ich vergraben.

zonenkind

Hallo

Meine Abtreibung war am Mittwoch. Für mich stand es von anfang an fest, das ich es tu, als ich wusste ich bin Schwanger. Für mein Mann auch. Wir haben schon Zwei Kinder...
Ich hab mir darüber ehrlich gesagt keine Großen Gedanken gemacht, ich wollte nur das "es" raus ist. Ich habe auch kein Schlechtes Gewissen oder ähnliches.
Aber wenn ich es hier so lese, bekomme ich Angst, ob es mir irgendwann leid tut.
Mir tut es nicht leid!

Ist das jetzt Markaber?

Danke

Hallo, erstmal vielen lieben Dank für diese tolle Seite! Es hat so gut getan, all die ehrlichen Berichte zu lesen.
Manchmal habe ich mich oder zumindest meine Gefühle wieder erkannt, das hat mir sehr geholfen. Ich hoffe, dass meine Geschichte vielleicht auch "helfen" kann und sich jemand anderes nicht so einsam und unverstanden fühlt.
Meine Abtreibung war vor einem halben Jahr. Ich war mit meinem Freund, den ich noch aus Schulzeiten kannte, erst ein paar Monate zusammen, als ich schwanger wurde. Laut Aussage meines damaligen Arztes hätte ich zwar nicht schwanger werden können, aber es ist nun mal passiert. Verrückter Weise habe ich es sofort gemerkt, es ist unglaublich, was diese Hormone mit einem veranstalten. Ich habe noch nie ein Wesen so sehr geliebt und den Drang verspürt, es beschützen zu müssen. Gleichzeitig ging ein schreckliches Kopfkarrussell los, ich habe plötzlich alles hinterfragt, mir Gedanken über Dinge gemacht, an die ich vorher noch nie gedacht habe. Irgendwie war mir klar, dass ich das nicht hinbekomme, dass ich an meinen eigenen Erwartungen kläglich scheitere, mir schlußendlich selbst nicht mehr über den Weg getraut habe. Eigentlich war die Abtreibung eine Absage an mich selbst. Ich habe mit dem "Kind gesprochen" und es gebeten zu gehen. Ich weiß, wie bescheuert sich das anhört und mit all diesen esoterischen Sachen kann ich nichts anfangen, aber da war diese unfassbar starke Verbindung zwischen mir und "was auch immer da in mir herangewachsen ist". Hilfreich war leider wenig. Im Internet habe ich nur schreckliche Pro-Leben Seiten gefunden, über die ich mich noch heute ärgere.
Bis ich selbst all das erlebt habe, habe ich auch leichtfertig Sätze geäußert über Verhütung und Verantwortung tragen usw. Heute habe ich großen Respekt vor allen Frauen, egal ob sie sich für oder gegen das Kind entscheiden, weil beide Entscheidungen krasse Konsequenzen mit sich bringen. Ich will die Verantwortung für meine Entscheidung nicht woanders abladen, denn letzten Endes bleibt es meine Entscheidung und ich muss damit leben. Mein Freund hat sich leider als Vollpfeife erwiesen. "Es ist deine Entscheidung und wir stehen das gemeinsam durch" klang bei ihm wie vom Blatt abgelesen, er hat beide Optionen (und es gibt verdammter Weise eben nur die beiden!) nicht ansatzsweise zu Ende gedacht. Die Abtreibung fand dann auch ohne ihn statt, weil er sich "erstmal um sich kümmern" musste. Ich habe mich in dieser ganzen Zeit schrecklich alleine gefühlt und hatte das Gefühl, die Außenwelt nur noch in Trance wahrzunehmen. Die Abtreibung selbst fand im Krankenhaus statt, mit Vollnarkose. Ich wollte so schnell wie möglich einen Termin, und habe in der 7.Woche abgetrieben.Hinterher ging es mir erbärmlich. Ich fühlte mich leer und antriebslos, irgendwie gebrochen. Mein Freund war in dieser Zeit wieder da, ich hatte sonst niemanden und wollte einfach nur, dass alles wieder so wird wie vorher. Letztendlich hat er mich kurze Zeit später mit gleich drei Personen an einem Abend betrogen, was er mir-nachdem ich zum ersten Mal und mit viel Überwindung wieder mit ihm geschlafen hatte- unter Tränen gestand. Ich bin damals völlig zusammengebrochen, ich hatte mich voll auf ihn und die Beziehung konzentriert, wollte die Abtreibung am Liebsten vergessen. Plötzlich ist alles zusammen gekommen und hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich war völlig apathisch und wochenlang unfähig das Haus zu verlassen. Das war der heftigste Punkt in meinem ganzen Leben und ich war innerlich so tot, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass das irgendwann anders wird. Wie ein Puzzle, wenn das fertige Bild in sekundenbruchteilen in tausend Einzelteile zerlegt wird. So paradox es klingt, diese absolute Grenzerfahrung hat auch ihre positiven Seiten: Ich bin gezwungen, mein Leben nochmal ganz neu zu betrachten. Ich fühle mich wie ein abgestürzter Computer, der jetzt langsam wieder hochfährt. Ich bereue die Abtreibung nicht, niemand kann in die Zukunft sehen- vielleicht wäre alles ganz großartig geworden mit Kind, vielleicht aber auch die absolute Katastrophe. Ich trage die Verantwortung für uns beide und warum soll ich mir nicht einfach selbst vertrauen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe? Das ist jetzt ein Teil von mir, der Schmerz wird mich begleiten, aber ich werde einen Weg finden, damit umzugehen. Vielleicht war die Abtreibung ein Fehler, der Typ war auf jeden Fall ein Fehler, ich habe bestimmt viele Fehler gemacht und werde auch noch einige machen. Es ist so unglaublich schwer, sich selbst zu verzeihen, aber genau daran arbeite ich jetzt. Mir selbst verzeihen, mich Stück für Stück wieder zusammen zu puzzeln, Frieden schließen, stärker werden und vorallem: zu meiner Entscheidung stehen.
Ich habe mich in den letzten Wochen dazu gezwungen, allen mir wichtigen Menschen davon zu erzählen, heute bin ich noch ein Stück weiter gegangen, habe alles Revue passieren lassen und mir fremde Menschen daran teilhaben lassen.
Ich wünsche allen Frauen in dieser Situation alles nur erdenklich Liebe, viel Kraft und die Gewißheit, sich auf sich selbst verlassen zu können- auch wenn es weh tut.

Arianeundalf

Hallo Ihr da draussen
ich bin heute 32 Jahre alt und mein Schwangerschaftsabbruch ist jetzt fast 14 Jahre her. Lange Zeit habe ich meine Gefühle ausschalten können.Wegen Depressionen bin ich in Psychtherapeutischer Behandlung gewesen, trotzdem geht es mir momentan sehr schlecht und mir wird immer mehr klar, das der AB der eigentliche Grund meiner Depressionen ist. Ich wünsche mir sehr ein Kind,aber in meiner derzeitigen finanziellen Situation und einer Parnerschaft die auf der Kippe steht ist es einfach nicht der richtige Zeitpunkt.Trotzdem könnte ich nur noch heulen wenn ich meine Tage bekomme,da es bei dem AB damals zu Komplikationen gekommem ist und ich nicht weiß ob s überhaupt klappen würde wenn wir es wiklich drauf anlegen würden.Ich kann nur jedem raten mit den richtigen Leuten zu reden-ich habe damals alle Gefühle ausgeschaltet und nur mit dem Kopf und nicht mit dem Herzen entschieden( meine Mutter war kurz vor der Diagnose der Schwangerschaft ins Gefägnis gekommen und die Beziehung zu meinem Freund war kaputt) und abgesehen von einer einzigen Freundin habe ich den Abbruch und die erneute Ausschabung zwei Tage später allein durchgemacht.Ich habe alle und mich selbst belogen.Selbst die Ärzte taten so,als ob der Eingriff ein Spaziergang wäre, niemand hat mich gefragt wie es mir dabei geht.Das ist bis heute so geblieben und ich fühle ich mich von den Leuten die davon mittlerweile wissen, unverstanden und im Stich gelassen.Auch mein Freund versteht nicht warum ich weine, wenn ich erfahre das befreundete Paare Eltern werden-er weiß einfach nicht wie er damit umgehen soll.Ich wünsche jedenfalls allen, die dasselbe wie ich durchgemacht haben bzw durchmachen verständnisvolle,sensible Menschen in Ihrem Umfeld.Verständnie übrigens dafür, das es einem noch Jahre nach dem Eingriff schlecht gehen kann und nicht für den Abbruch als solches.

LLL

Hallo,
ich freue mich sehr, dass ich auf diese Seite gestoßen bin. Ich hatte am 07.01.2011 meinen Abbruch und leide seitdem sehr. Ich bin 39 Jahre alt und habe zwei Kinder (8 und 5). Mein Mann war für die Abtreibung und ich habe nachgegeben und mich nicht wichtig genommen. Mein Mann hat seine Interessen ganz vorne angestellt und ich habe nachgegeben. Ich werde es mir nie verzeihen und ich weine seit 7 Monaten jeden Tag.

sonnenstrahl

mein AB ist heute auf den Tag 2 Jahre her und ich bin seit dem nicht mehr der Mensch der ich vorher war, ich kann nur jedem raten, macht diesen Schritt nie ohne auch über das "danach" nachzudenken.,, es ist grausam und schlimm, es gibt kaum Tage an dem ich nicht an meinen kleinen Engel denke und an solchen Tagen wie heute ist es besonders schlimm, ich fühle mich schlecht und todtraurig warum habe ich meinem kleinen Engel keine Chance gegeben diese Welt kennen zu lernen?? Ich wünschte ich könnte es rückgängig machen... jeden Tag bereue ich es aufs neue es nicht versucht zu haben.. man kann es auch alleine schaffen, es gibt immer eine Lösung und Hilfe dazu! Auch wenn der Kindsvater euch unter Druck setzt, nicht zu euch steht, sich vielleicht aus der Verantwortung stehlen will, glaubt mir man kann es auch alleine schaffen!!!!Eine Abtreibung sollte die allerletzte Lösung sein, es verändert euer Leben für IMMER !!!!! Denkt immer daran, der kleine Mensch in Euch kann nichts für unsere Probleme und hat eigentlich ein Recht auf Leben!!!!

hollaheidi

Mein AB ist jetzt 3 1/2 Wochen her und heute musste ich erneut zu einer Abrasio, also Ausschabung. Ich war 10 Jahre mit meinem Freund zusammen, wir haben eine gemeinsame 2 1/2 jährige Tochter, ein wahrer Engel. Aber unsere Beziehung erwieß sich immer mehr als Trauma. Es ging einfach nicht. Wir lieben uns zwar aber wie können nicht gemeinsam leben. Seit knapp zwei Jahren ging es bei uns auseinander und wieder zusammen, der Versönungsex war meistens das schönste, dann dauerte es ein paar Wochen oder Monate und wir waren am selben Punkt angelagt. So auch vor knapp drei Monaten. Wir haben uns soo vermisst und beschlossen nochmal zu kämpfen. Wir haben mehrmals miteinander geschlafen und ich war sicher dass der Eisprung vorbei war. Uns war beiden bewusst, dass es sein kann, dass ich schwanger werde, aber das Risiko sind wir eingegangen. Zwei Wochen später haben wir uns endgültig getrennt, meine Regel blieb ein paar Tage später aus und ich war total schockiert. Alleinerziehend, gerade wieder in den Job gefunden und dann schwanger vom Ex.Er hatte mir mittlerweile sooo viele Sachen an den Kopf geworfen, die nicht wieder gutzumachen sind und ich war mir sicher, dass ich mit diesem Mann kein Kind mehr haben will und auch allein mit zwei überfordert bin. Auf dem Land ist es mit der Betreuung nicht so einfach, es stellten sich für mich nur Hürden in den Weg. Klar ich wollte immer viele Kinder, aber zu dem jetztigen Zeitpunkt mit der Familiensituation doch nicht. Wir kämpfen schon immer um unsere Tochter und die Regelung mit ihr, da kann ich doch nicht noch ein zweites kleines Wesen mit der schrecklichen Situation konfrontieren oder? Ich hab ihm nichts von der Schwangerschaft erzählt und mich mit meiner Besten Freundin ausgetauscht und beschlossen, meinem Leben nochmal eine Chance zu geben, aber ohne zweitem Kind. Seit ein paar Wochen zanken mein Ex und ich uns ständig wegen unserer Tochter, er sieht irgendwie die Felle davonschwimmen, weil es für uns jetzt endgültig kein zurück mehr gibt. Gestern Abend stand er dann hier auf der MAtte und hat mir wieder soooo viele Vorwürfe gemacht, ich hätte ihm unsere Tochter auch untergejubelt, wer weiß ob er überhaupt der Vater ist ect. ect. Und da ist die Wut in mir ausgebrochen und ich hab im vom AB erzählt. Das war der größte Fehler. Er hat geheult und mir Vorwürfe gemacht, dass ich das nicht allein entscheiden dürfte und man kriegt doch ein Kind groß und darf es nicht umbringen und und und.... Seitdem geht es mir so schlecht, vorallem weil ich heute morgen nochmal zur Ausschabung musste, weil noch Reste in der Gebärmutter waren. Ich kämpfe seitdem damit, dass es vielleicht wirklich ein Fehler war dem kleinen Engel keine Chance zu geben, dann sehe ich mir wieder das Video von Jessica auf Youtube an und finde eine gleichgesinnte, in deren Lebensplanung das auch nicht gepasst hat. Aber wie werde ich mit der Schuld fertig, dass ich meiner Tochter vielleicht die Möglichkeit auf ein Geschwisterchen genommen habe. Wer weiß ob ich nochmal schwanger werde, bin jetzt allein und 34 Jahre, da läuft die Zeit. Ach ist das furchtbar, hat jemand einen Rat was ich unternehmen kann, um das Gewissen zu entlasten?

Wir twittern!

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