Meine Geschichte
Erlebnisbericht: Frauen
Hi,ich bin noch neu hier.
Suche nach Menschen,denen ich meine Geschichte erzählen kann,und die diese dann auch verstehen und nachvollziehen können,was ich seit meinen Schwangerschaftsabbruch durchmache,Frauen denen es ähnlich geht wie mir...
Vor 3 1/2 Jahren habe ich meine große Liebe kennengelernt,einziges Problem,er war verheiratet und ist es heute noch.Die ganze Geschichte dieser Beziehung zu erzählen,würde hier den Rahmen sprengen,deswegen versuch ich mich mal aufs wesentliche zu beschränken.Aus einer anfänglichen unverbindlichen Affäre wurde eine sehr intensive Beziehung,aus Verknalltheit wurde Liebe.Im Nachhinein betrachtet war es irgendwann nicht mehr Liebe,sondern absolute Hörigkeit.Wir trennten uns mehrfach,seine Frau erfuhr von unserer Beziehung,einmal verließ er sie kurzfristig,kehrte aber doch wieder zu ihr zurück.Obwohl es mir in dieser Beziehung immer schlechter ging,schaffte ich es nicht mich von ihm zu trennen.Ein Leben ohne ihn erschien mir einfach unvorstellbar.
Dann wurde ich schwanger....Er war gerade mit seiner Familie im Urlaub,einen tag nach seiner Abreise,machte ich den Test.Ich freute mich wahnsinnig,obwohl die Umstände alles andere als ideal waren.Ich hoffte,dass er sich vielleicht jetzt endlich zu mir bekennen würde.Wie dumm und naiv das von mir war,weiss ich jetzt erst.In den 3 Wochen ohne ihn wuchs meine Vorfreude auf das Baby.Ich hörte auf zu rauchen,trank keinen Alkohol mehr,ernährte mich gesund.Ich dachte,jetzt gibt es etwas in deinem Leben das wichtiger ist als er,auch wenn er sich nicht um mich und das Kleine kümmern will.Dann kam er ausdem Urlaub wieder,und bei unserem zweiten Treffen,erzählte ich es ihm.Er fing an zu weinen,bettelte,dass ich sein Leben nicht zerstören soll und flehte mich an abzutreiben.Zuerst habe ich ihn eiskalt abgewiesen.Für mich stand fest:ich bekomme das Kind!Aber in den folgenden Wochen kamen immer mehr Zweifel und Ängste auf.Rückblickend waren sie völlig absurd,meine Eltern standen hinter mir,meine Schwestern hätten mich unterstütz,selbst mein Chef machte mir keinerlei Schwierigkeiten,obwohl ich erst einige Monate in seinem Betrieb war.Trotzdem verstand es mein Freund immer mehr Ängste in mir wachzurufen.
Ich glaubte immer mehr es alleinerziehende Mutter nicht schaffen zu können,hatte Angst vor der Zukunft-und dann versprach er mir seine Frau und die Kinder zu verlassen.Er würde zu mir stehen,wir würden gemeinsam neu anfangen und in 1-2 Jahren würden wir dann eine gemeinsames Kind haben,das geplant ist und wir beide wollen.Ich habe ihm geglaubt,ich wollte es so gerne glauben.Bis zum letzten Moment war ich hin und hergerissen,aber schließlich war der Wunsch danach mit ihm gemeinsam in naher Zukunft größer als der Wunsch das Baby zu bekommen,das bereits in mir heranwuchs.
Meine Abtreibung fand in der 12.Schwangerschaftswoche statt.Bis zum letzten Moment plagten mich Zweifel.Ich wollte sogar kurz vor dem Eingriff weglaufen,aber da hatte ich bereits die Tablette geschluckt um den Muttermund zu weiten und die Ärztin weigerte sich mich gehen zu lassen,Ich hätte trotzdem darauf bestehen sollen zu gehen,auch wenn ich das Baby dann vielleicht verloren hätte,aber in der Situation war ich einfach zu schwach.Im Innern wusste ich wohl die ganze Zeit,dass ich nicht das Richtige tue.
Nach einigen Wochen trat mein Freund von all seine Versprechen zurück.Die Wochen bis zu diesem Gespräch waren bereits sehr schwer,der Anblick eines Babys brachte mich zum Weinen,ich hatte Alpträume,hörte ständig eine Kinderstimme,die rief"Mami,warum hast du das getan?"Doch ich schaffte es mich mit dem Gedanken zu trösten,dass er bald bei mir sen würde und wir über kurz oder lang ein Baby haben würden.Ich tat alles,um nicht noch mehr in diese schwarze Loch zu fallen.
Er hat es zwar nie so direkt zugegeben,aber mir ist jetzt klar,dass er mich nur belogen und manipuliert hat,um seine eigene Haut zu retten.Meine Gefühle,mein Schmerz waren ihm egal.Ich habe mein Kind aus Liebe zu einem Mann geopfert,und seitdem mir das klar ist geht es mir immer schlechter.Die Schuldgefühle,der Schmerz,die Sehnsucht nach meinem Engel,der nie das Licht der Welt erblicken durfte,all das war vorher schon da,aber die absolute Sinnlosigkeit,die jetzt noch dahinter steht...
Mein Kinderwunsch ist jetzt stärker dennje,hinzu kommt die Angst,dass ich vielleicht nie Mutter sein werde.Ich bete nur jeden Tag,dass mein Engel an einem Ort ist,wo es ihm gut geht und dass es mir auch irgendwann besser gehen wird,obwohl ich nicht glaube,dass man so etwas jemals überwinden kann...
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Kommentare
hallo, ich kann das alles so
hallo,
ich kann das alles so gut nachempfinden was du schreibst. du sprichst mir aus meinem herzen.
bei mir war es mein freund und wir sind schon ca 5 jahre zusammen. ich habe es ihm auch erst nach 4 wochen erzählt, mein leben auch umgestellt, mich gefreut, nach kindersachen geschaut und mir die nächsten 8 monate durch den kopf gehen lassen.
ich wollte es auch, unbedingt aber ich wollte es mit ihm, als familie und nicht als alleinerziehende mutter, was ich eventuell geworden wäre.......
er konnte mir nicht sagen wie es weiter geht zwischen uns wenn ich das baby bekomme
aber es war nicht der richtige zeitpunkt, wir beide studierern noch, kein geld, keine grosse whg etc.
ich bin auch von stuhl gesprungen und wollte es niht, bin in dem op saal zusammen gebrochen aber der gedanke daran es alleine gross zu ziehen hat mir so viel angst gemacht dass ich es doch abgetrieben habe und jetzt genauso wie du darüber nach denke wieder schwanger zu werden
Ich glaubte immer mehr es
Ich glaubte immer mehr es alleinerziehende Mutter nicht schaffen zu können,hatte Angst vor der Zukunft-und dann versprach er mir seine Frau und die Kinder zu verlassen.Er würde zu mir stehen,cisco certificate wir würden gemeinsam neu anfangen und in 1-2 Jahren würden wir dann eine gemeinsames Kind haben
ich hatte schon seid ungefähr
ich hatte schon seid ungefähr ner woche so eine komische morgen übelkeit, meine brüste haben gespannt, und seit ner woche war ich überfällig gewesen, gesagt hatte ich noch nichts meinem freund weil ich dachte ich hatt ja regelmäßig meine pille genommen also schwanger sein kann ich ja nich, dachte ich, ich atte hin und her überlegt ob ich ihm mein verdacht sagen soll, ich hab mich dann entschlossen es ihm zu sagen per sms in meiner mittagspause, "schatz ich bin seid ner woche überfällig hätt mei tage eigendlcih schon lägst bekommen solln ich hab angst das da was ist! er hat ganz gelassen drauf regagiert er hat mir dann ein test gekauft und mich von der arbeit abgeholt"was machen wir wenn du schwanger bist? " "ich weiß nich ichhab immer gesagt ich würde nie abtreiben weil da töte ich ja mein kind aber ich bin mitten in der ausbildung aber igw würdens wir hinkriegen oder" dann war 20 minuten kein wort nur seine hand auf meinem bein.
Als wir dann zuhause waren, haben wir erstmal eine geraucht, dann binn ich auf die toilette gegangen, und hab den test gemacht, bin ins wohnzimmer gegangen wo er sahs 5min warten, die härtsetn 5min überhaupt, fernseher war an simpsons kamen, nur in seinem arm gelegen und mir gedanken gemacht das blöde "was wäre wenn.."-denken, dann war die zeit rum, 2 dunkelviolette striche, schwanger was jetz?
chris meinte zu mir mäusschen egal wofür du dich entscheidest ich steh zu dir und ich liebe dich; aber was können wir dem kind bieten ich will nich nein sgaen müssen wenn mein kind schuhe haben will, und ich kann alles hinschmeißen ich weiß nochnich mal ob ich meine probezeit schaff, und du mit deinem frisörinen lohn kannst uns dann nich über die runden bringen!
Steht er wirklich hinter mir?! Auch wenn das kind da ist ? montag gleich ein arzt besuch gehabt er war dabei! 9. Woche das herz schlägt schon, als ich es gesehn hab wusste ich für mich ich will es eig behalten, beratungsstelle mit ihm besucht, beratungsschein abgeholt, weil "wir" uns ja dagengen entschiedn haben,
Abgetreiben, war es richtig nicht seine meinung zu vertreten? ISt es richtig über tot und leben zu entscheiden?
nach dem ich alles rum hab spür ich nicht die erhoffte erleichterung das ich meine jugend noch genießen kann, sondern ich spür nur noch leere, ich hab mein kind töten lassen und wenn ich es rückgängig machen könnte würde ich es machen!!
innerer knast
Hallo!
Es tut gut zu hören, dass andere auch zweifeln. Nicht weil das Zweifeln so angenehm ist und ich das irgendwem wünsche, sondern weil ich mich nicht mehr so allein fühle.
Bei mir war die Beziehung kaputt. Der Typ sehr extrem, wollte mich umbringen.
Das ist der Grund, den ich meinem inneren Richter immer wieder vorführe und gleichzeitig habe ich Zweifel, ob es wirklich einer ist. Sonst gibt es doch auch keine bewusste Rechtfertigung für einen beauftragten Mord. Es ist seit langer Zeit so, als wäre ich in meinem inneren Gefängnis dafür gelandet. Mal vergesse ich es auch und alles ist gut, aber dann geht es mir wieder so bischissen. Von Therapeuten zu hören, das alles normale Reaktionen sind reicht - und hilft mir nicht.
Es verändert sich nicht, dass ich es nie vergesse, verändert sich nicht, dass ich immer wieder an der Entscheidung zweifel, verändert sich nicht.
Die Konsequenz einer " vernünftigen Entscheidung": Innerer Knast lebenslänglich.
Ich frage mich auch oft, woher diese Gedanken kommen. Ist es der Glaube an Gott und dass er mich dafür straft oder ist es die fehlende gesellschaftliche Aktzeptanz, das Bild von einer heilen immer glücklichen Familie mit Kind, dass sich jeder wünscht?


Schuldgefühle ein Leben lang?
Du sprichst mir aus der Seele. Auch ich hatte eine etwas komplizierte Beziehung und wurde schwanger, obwohl ich es laut Ärzteschaft auf dem natürlichen Weg gar nicht werden konnte. Der Schock war auf der einen Seite groß und auf der anderen Seite war diese impulsive Freude. Doch mein damaliger Freund war noch in einer Beziehung, die zwar gerade am "Ende" war, jedoch stand er in keinster Weise hinter mir. Er machte mir sogar noch Vorwürfe, obwohl er genau wußte, dass ich laut Fachleuten niemals schwanger werden kann. Doch gibt es wohl im Dinge Leben, die man auch mit der Wissenschaft nicht erklären kann. Ich war hin- und hergerissen damals und kam letztendlich schweren Herzens zu der Erkenntnis, dass ich es "alleine" nicht packe.
Viele Jahre habe ich es geschafft, diese Situation zu verdrängen, habe es auch zum größten Teil geschafft. Doch gibt es immer wieder Momente, wo die Erinnerung zurückkommt und ich denke: heute wäre sie/er 9 Jahre - tut verdammt weh und ich habe oft gebetet und um Verzeihung gebeten............Doch was sich im Unterbewusstsein festsetzt - vermutlich ein Leben lang - wird mir niemand nehmen können........