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stark genug sein

Erlebnisbericht: Frauen

Ich erinnere mich an die Sternschnuppe kurz vorher, bei der ich mir wünsche, von ihm schwanger zu sein, später einmal wenn die Zeit reif wäre. Und dann, vor 14 Jahren ist der Test positiv! Ich bin 18, fühle nur Freude, denn er ist ja mein Traummann. Die Beziehung bröckelt schon länger vor sich hin, und das will er wirklich nicht hören, er hat schon eine andere im Sinn. Er sagt: das Kind soll nicht in ein Kinderheim, und wir können uns nicht darum kümmern. Da ist die Freude weg. Die Ernährung stelle ich noch um, das Rauchen eingestellt, aber ich traue mich nicht zu denken, dass ich es alleine schaffen kann. Ich bin zu schwach. Ich spüre, wie er mir entgleitet und entscheide, dass ich kein Kind von einem Mann haben will, der mich nicht liebt. Er bleibt bis zum Ende bei mir, bis wir alles hinter uns haben. 

Ich fühle Wut, Hass und Enttäuschung, weil er gegangen ist, weil wir immer nur streiten. Dann die Depressionen, der Alkohol und Zigaretten, Schuld- und Minderwertigkeit fressen mich auf. Ich muss Frieden mit ihm schliessen, um den Boden unter den Füssen wiederzufinden, und wir werden Freunde. Wir verstehen uns gut, reden und reden, er braucht das auch um den Verlust zu verarbeiten. Er mag ja Kinder.

Hätte ich nur der Welt die Stirn geboten, und meinem Kindchen eine Chance gegeben! Heute habe ich zwei Kinder, aber jeden Tag fürchte ich, dass mir mein Glück wieder genommen wird. Ich warte auf eine Strafe. Der Kontakt mit dem ersten Baby war nicht leicht am Anfang. Aber wenn ich gewusst hätte, wieviel Kraft und Liebe ein kleines Wesen in seiner Mutter auslösen kann, hätte ich anders entschieden. Und jedesmal merke ich, dass ein Kind fehlt, das nicht zur Welt kommen durfte. Weil ich nicht wusste, dass ich stark bin.

 

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Kommentare

alles und nichts

14 Jahre liegen schon hinter mir, seit alles kaputt ging. Ich hab kein Vertrauen mehr, ich will mich von niemandem mehr manipulieren lassen, kann niemand in mein Leben lassen. Meine Ehe geht kaputt, und ich hab Wut im Bauch, und Wut auf Männer. Ich denke wieder, was wäre wenn... verkrieche mich in Gedanken, die ganze Welt erscheint mir wie ein Film. Und ich hab ja jetzt alles, was ich wollte, und fühl mich doch immer alleine.

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